Archiv des Autors: Romana Brait

Romana Brait

Über Romana Brait

Referentin für öffentliche Haushalte in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien; Mitglied im Vorstand des BEIGEWUM (Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen).

Was bringt der neue Finanzausgleich? Große Töne, kleine Schritte

Romana Brait, Tobias Schweitzer, 17. Jänner 2017

Romana Brait, AK, Budget, öffentliche Haushalte, FinanzausgleichMit dem Finanzausgleichsgesetz 2017 (FAG 2017) wurde nun erstmals seit 2008 ein neuer Finanzausgleich vorgelegt, der die Finanzen von Bund, Ländern und Gemeinden reformiert. Dabei geht es um nicht wenig Geld: 2014 wurden Abgaben in der Höhe von rund 90 Mrd. Euro über den Finanzausgleich verteilt. Weiterlesen

Der Sozialstaat nützt uns allen – Umbau statt Abbau!

Romana Brait und Adi Buxbaum, 20. Juni 2016

Adi BuxbaumRomana Brait, AK, Budget, öffentliche Haushalte, FinanzausgleichDie Erfahrungen im Gefolge der Finanz- und Wirtschaftskrise haben gezeigt, dass Länder mit einer starken sozialstaatlichen Absicherung deutlich besser durch die Krise gekommen sind als andere. Der Vorteil eines gut ausgebauten Sozialstaats liegt darin, dass er Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt und gleichzeitig zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen zu Stabilität beiträgt. Weiterlesen

Expansive Budgetpolitik: Investitionen fördern, Beschäftigung schaffen

Romana Brait, 4. April 2016

Romana Brait, AK, Budget, öffentliche Haushalte, FinanzausgleichIn den von der Bundesregierung vorgelegten Entwürfen der Budgetgesetze zeigt sich eine Richtungsänderung hin zu einer expansiveren Budgetpolitik für 2016 und 2017. Wie die neue AK-Budgetanalyse zeigt, ist dieser Kurswechsel angesichts der anhaltend schwachen Wirtschaftsdynamik richtig: Die erfolgreiche Umsetzung der Steuerreform bringt wichtige Impulse für den privaten Konsum, gleichzeitig steigt der öffentliche Konsum in Folge der Mehrausgaben für Arbeitsmarkt, Integration und Sicherheit an. Dennoch bleiben die Anstrengungen zu gering, um die drohende Steigerung der Arbeitslosigkeit abzuwenden – dafür braucht es weitere beschäftigungsfördernde Investitionen in Infrastruktur und sozialen Dienstleistungen. Weiterlesen

Finanzausgleich: Intransparente Finanzverflechtungen belasten Gemeinden

Romana Brait, 10. März 2016

Romana Brait, AK, Budget, öffentliche Haushalte, FinanzausgleichDie Gemeindetransfers an die Länder sind in den letzten 10 Jahren überproportional angestiegen. Eine neue Studie des KDZ (Zentrum für Verwaltungsforschung) zeigt, dass die Finanzen von Ländern und Gemeinden derzeit ein undurchsichtiges Konvolut an Finanzverflechtungen bilden, denn die von Ländern und Gemeinden verbuchten Transfers stimmen nicht überein. Gemeinden übernehmen insbesondere im Sozialbereich zahlreiche Ko-Finanzierungen ohne Mitbestimmungsrechte und werden dadurch sowie aufgrund der landesbestimmten Förderpolitik (etwa bei den Gemeindebedarfszuweisungen) in ihrer finanziellen Autonomie immer mehr eingeschränkt. Um den finanziellen Spielraum für wichtige Aufgaben wie etwa Kinderbetreuung oder die Bereitstellung kommunaler Infrastruktur zu erweitern, ist eine transparente und einfachere Gestaltung der Transferbeziehungen zwischen Ländern und Gemeinden nötig. Weiterlesen

Finanzausgleich – Aufgabenorientierung kann öffentliche Leistungen stärken

Romana Brait, 17. November 2015

RomanaIm Laufe seiner 70-jährigen Geschichte ist der Finanzausgleich (FAG) zu einer der komplexesten Materien im Bereich der öffentlichen Haushalte avanciert. Reformen, die die Finanzbeziehungen zwischen den einzelnen Gebietskörperschaften vereinfachen und transparenter gestalten, sollten daher im Mittelpunkt der Verhandlungen für ein neues Finanzausgleichsgesetz stehen. Die unter FinanzwissenschafterInnen bereits seit einiger Zeit diskutierte Aufgabenorientierung ist hierfür ein geeignetes Instrument, da dadurch Finanzflüsse an die Erfüllung öffentlicher Aufgaben bzw. Erbringung öffentlicher Leistungen gebunden werden. Weiterlesen

Von Viren und Wirbelstürmen – Die Medienberichterstattung zur Finanzkrise

Romana Brait, 23.Oktober 2013

 RomanaWer in den letzten Jahren versucht hat eine Tageszeitung aufzuschlagen ohne dabei auf das Wort Krise zu stoßen, musste vermutlich lange suchen. Spätestens seit 2008, als Lehman Brothers, vormals eine der weltweit größten Investmentbanken, Konkurs anmelden musste, ist die Wirtschafts- und Finanzkrise zu einem journalistisch relevanten Thema avanciert.

Die mediale Rezeption der Krise ist dabei mehr als das bloße zur Verfügung stellen von Informationen über aktuelle ökonomische Vorgänge. Während Großereignisse, wie Bankenpleiten, medial ausgeschlachtet wurden, erhielten langfristige gesellschaftliche Entwicklungen, wie die zunehmende Liberalisierung der Finanzmärkte vergleichsweise wenig Raum. Nichtsdestotrotz berichten Medien nicht einfach über Fakten oder Ereignisse, sondern betten diese in erzählerische Zusammenhänge ein und vermitteln damit immer auch eine bestimmte Perspektive auf das Geschehene. Den LeserInnen werden somit Interpretationen einer möglichen Wirklichkeit unterbreitet. Dies ist gerade bei einem abstrakten Thema wie der Wirtschafts- und Finanzkrise von essentieller Bedeutung, da komplexe ökonomische Zusammenhänge für ein Laienpublikum aufbereitet werden.

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