Archiv des Autors: Roland Spreitzer

Roland Spreitzer

Über Roland Spreitzer

Referent der Abteilung Arbeitsbedingungen der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Schichtarbeit bis zur Pension – geht das?

Anna Arlinghaus und Roland Spreitzer, 9. Februar 2016

Die österreichische Erwerbsbevölkerung wird älter, was Betroffene und Betriebe durchaus vor große Herausforderungen stellt. Dies gilt insbesondere dann, wenn Beschäftigte belastenden Arbeitsbedingungen wie etwa Schichtarbeit ausgesetzt sind. Auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen ist allerdings eine alternsgerechte Gestaltung von Schichtarbeit möglich. Weiterlesen

Ein Teilkrankenstand löst keine Probleme

Roland Spreitzer, 18. November 2015

roland BlogSchwere gesundheitliche Schäden sind für die Betroffenen ein hartes Schicksal. Doch nicht nur die Erkrankten, auch deren Umfeld, die Gesellschaft und die Betriebe werden dadurch erheblich herausgefordert. Neben den medizinischen Maßnahmen stellt sich vor allem die Frage, wie man den Betroffenen die Teilhabe am Arbeitsleben wieder ermöglichen kann. Ein Konzept, welches in letzter Zeit verstärkt in der Diskussion auftaucht, ist der Teilkrankenstand (fallweise auch als „Teilzeitkrankenstand“ bezeichnet). Der folgende Beitrag wirft einen kritischen Blick auf dieses Thema und zeigt auf, welche Konzepte tatsächlich die Rückkehr von Langzeiterkrankten in die Arbeitswelt begünstigen könnten. Weiterlesen

Verhaltens- und Verhältnisprävention – Die ideologische Dimension betrieblichen Gesundheitsmanagements

Roland Spreitzer, 8. April 2015

roland BlogEine steigende Anzahl psychischer Erkrankungen, eine alternde Erwerbsbevölkerung, Fachkräftemangel und das politische Ziel, das tatsächliche Pensionsalter zu erhöhen. All dies sind Gründe, weshalb die Gesundheit der Mitarbeiter/-innen zunehmend in den Fokus betrieblichen Handelns rückt. So verbreitet das Problembewusstsein mittlerweile ist, so unterschiedlich sind die Handlungsansätze die verfolgt werden. Auf betrieblicher Ebene werden unterschiedlichste Maßnahmen gesetzt um die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Die Ausgestaltung der jeweiligen Maßnahmen verrät viel darüber, wo Unternehmen die Verantwortung für die Gesundheit des Einzelnen sehen.

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„Beraten statt Bestrafen“ – Über die systematische Aushöhlung des Arbeitnehmerschutzes

Roland Spreitzer, 16. Jänner 2015

roland BlogEnde November 2014 präsentierte die Statistik Austria die Ergebnisse ihres Ad-Hoc Moduls 2013 „Arbeitsunfälle und arbeitsbezogene Gesundheitsprobleme“. Die teilweise alarmierenden Ergebnisse sorgten für einen entsprechenden Widerhall in den Medien. Acht von zehn Beschäftigten sind am Arbeitsplatz Gesundheitsgefährdungen ausgesetzt. Mehr als ein Drittel klagt über psychische Belastung durch Zeitdruck und Überbeanspruchung. Beunruhigend – allerdings für Experten/-innen wenig überraschend. Die Ergebnisse decken sich weitgehend mit den Erkenntnissen, welche man aus den Krankenstandszahlen, den Neuzugängen zur Invaliditätspension oder dem Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer OÖ ableiten kann. Die Vertreter/-innen der Arbeitgeber/-innen sehen jedoch wenig Handlungsbedarf. Im Gegenteil: man treibt gezielt den Abbau von Arbeitnehmerschutzbestimmungen voran.

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Psychische Gesundheit im Betrieb – Ignoranz bringt uns nicht weiter

Roland Spreitzer, 18. September 2014

roland BlogSeit Anfang 2013 ist die Evaluierung psychischer Belastungen explizit im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) festgeschrieben. Spätestens seit diesem Zeitpunkt ist das Thema auch im betrieblichen Alltag in aller Munde. Stress, Druck, Burn-Out gab es freilich schon vor der Gesetzesänderung. Doch der eindeutige Hinweis des Gesetzgebers hier tätig zu werden, macht nun eine Befassung mit der Thematik am Arbeitsplatz unumgänglich. Die Gelegenheit wäre günstig die Arbeitswelt an aktuelle und künftige Anforderungen anzupassen. Leider üben sich viele Arbeitgeber/-innen bzw. deren Vertreter/-innen vornehmlich in Strategien des Selbstbetrugs. Das Ignorieren psychischer Arbeitsbelastungen bleibt scheinbar weiterhin das Gebot der Stunde.

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Für eine zeitgemäße Anerkennung von Berufskrankheiten

Roland Spreitzer, 14. Mai 2014

147Die Berufskrankheiten sind im § 177 ASVG geregelt. In Österreich werden Berufskrankheiten üblicherweise nur als solche anerkannt, wenn sie in der Berufskrankheitenliste im 1. Anhang zum ASVG angeführt sind. Derzeit sind 53 Krankheiten in der Liste angeführt. Es handelt sich dabei um Krankheiten, welche auf die Verwendung eines bestimmten Arbeitsstoffes zurückzuführen sind (z.B. Blei, Chrom, Asbest usw.) oder die aufgrund bestimmter Tätigkeiten bzw. Arbeitsabläufe entstehen (z.B. Erkrankungen durch Arbeiten unter Druckluft, Gelenksschäden aufgrund ständiger Erschütterungen usw.). Verbreitete arbeitsbedingte Gesundheitsprobleme wie Muskel-Skelett Erkrankungen oder psychische Krankheiten sucht man in der Liste allerdings vergeblich. Weiterlesen

Betriebliches Eingliederungsmanagement – Von Erkrankten für die Prävention lernen

Roland Spreitzer, 30. Jänner 2014

147Prävention ist derzeit in aller Munde. Krankheiten und Unfälle zu verhindern statt deren Folgen zu behandeln oder zu kompensieren ist sinnvoll, verhindert menschliches Leid und spart Kosten. Darüber herrscht ein weitgehender Konsens in der Gesellschaft. Wie Prävention nun jedoch aussehen muss, darüber ist man sich nicht so einig. Insbesondere dann nicht, wenn es sich um betriebliche Prävention handelt.

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