Alle Beiträge von Gesellschaft für Plurale Ökonomik

Politik der Innovation: Öffentliche Risiken und private Profite?

Innovation ist das unübertroffene Modewort in wirtschaftspolitischen Debatten. Der ehemalige Chef des WIFO, Karl Aiginger wurde nicht müde, unter diesem Schlagwort Investitionen in Forschung und Bildung einzufordern, und auch der nicht mehr ganz neue Bundeskanzler Christian Kern setzt auf dieses Schlagwort. Wie schon Aiginger betont er die grundsätzliche Verantwortung des Staates nicht nur Forschungsfinanzierung und Investitionsanreize bereitzustellen, sondern selbst Risiko zu übernehmen und die Entwicklungsrichtung zu gestalten. Damit beruft er sich auf neue Erkenntnisse der Ökonomin Mariana Mazzucato, lehnt sich aber auch am aktuellen Diskurs um eine Renaissance der Industriepolitik an.

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Relevanz, Realität, Modelle – Was braucht die Ökonomie?

Die Volkswirtschaftslehre (VWL) befindet sich in der Krise. Proteste von Studierenden gegen Einseitigkeit im VWL-Lehrplan erregten 2014 großes Aufsehen. Ökonomiestudierende aus 19 Ländern veröffentlichten ein Manifest, das harsche Kritik an der herrschenden Lehre beinhaltet. Diese Kritik bezieht sich auf den fehlenden Pluralismus im Lehr- und Forschungsbetrieb. Mit einer Podiumsdiskussion am 29. Oktober soll zur Lösung dieser Krise beigetragen werden. ÖkonomInnen von Universitäten, Wirtschaftsforschungsinstituten und der Nationalbank werden an der WU diskutieren, wie es um die derzeitige Debatte um Pluralismus in der Ökonomie steht.

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Der Aufstand der Wirtschaftsstudierenden

Letzte Woche wurde ein Manifest für mehr Vielfalt in der Wirtschaftswissenschaft von einem Zusammenschluss aus über 40 Studierendengruppierungen aus 19 Ländern veröffentlicht, um sich gegen die neoklassische Vorherrschaft an den Unis zu wehren. Die Gesellschaft für Plurale Ökonomik Wien ist Teil dieser Initiative. Auch Peter Mooslechner, Direktor der Österreichischen Nationalbank, unterstützt die Initiative: „Viele Aspekte der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise haben gezeigt, dass es neuer, innovativer und methodisch breiterer Ansätze in den Wirtschaftswissenschaften bedarf, um eine relevante Wirtschaftspolitik entsprechend zu fundieren. Dafür ist es entscheidend, dass Volkswirtschaftslehre fundamental als multiparadigmatische Wissenschaft verstanden, gelehrt und ‘gelebt’ wird“.

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