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Martin Müller

Über Martin Müller

Martin Müller ist Jurist und Leiter des Referats Rechts- und Kollektivvertragspolitik im ÖGB. Er ist Mitautor arbeitsrechtlicher Sachbücher und Ratgeber, regelmäßiger Autor in der "Arbeit und Wirtschaft", Vortragender an der SOZAK, BRAK und Gewerkschaftsschule.

Der Kollektivvertrag kann’s besser

Martin Müller, 21. August 2017

Ende Juni haben sich die Sozialpartner auf die Anhebung der Mindestlöhne in den Kollektivverträgen auf 1.500 Euro geeinigt. Vorangegangen war die Ankündigung der Bundesregierung, dies per Gesetz zu regeln. Nun stellt sich die Frage, ob es nicht ein Vorteil für die ArbeitnehmerInnen sein könnte, wenn ein Mindestlohn gesetzlich geregelt ist und nicht mühsam verhandelt werden muss? Was aufs Erste attraktiv klingt, steckt aber voller Tücken: Denn um das österreichische System der sozialpartnerschaftlichen Lohnverhandlungen beneiden uns zu Recht ArbeitnehmerInnen-Vertretungen aus vielen anderen Ländern. Die Basis dieses Erfolgs ist das System der Pflichtmitgliedschaft in den Kammern. Kein Wunder, dass diese wieder unter Beschuss ist. Nicht alle finden es gut, wenn Gewerkschaften erfolgreich sind. Weiterlesen