Archiv des Autors: Karl Beyer

Karl Beyer

Über Karl Beyer

Karl Beyer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (www.icae.at) der Johannes Kepler Universität Linz und beschäftigt sich im Zuge seiner Forschungstätigkeit mit dem globalen Schattenbankensystem und seinen Verbindungslinien zum Offshore-System.

Das europäische Schattenbankensystem: Bestandsaufnahme und gegenwärtige Entwicklungen

Karl Beyer und Lars Bräutigam, 9. November 2016

PhotoLarsBräutigamkKarl-BeyerEuropäische Schattenbankenstrukturen, von welchen erhebliche Risiken für die Finanzstabilität ausgehen können, konzentrieren sich mehrheitlich auf nur wenige Staaten. Obgleich ihre Regulierung in Gefolge der Finanzkrise in ihrer Reichweite begrenzt blieb bzw. noch nicht abgeschlossen ist, werden im Rahmen der geplanten Kapitalmarktunion Schattenbankenaktivitäten zur Lösung gegenwärtiger Problemlagen schon wieder gefördert. Es sind vor allem die Länder mit den am stärksten ausgeprägten Finanz- und Schattenbankensektoren, die eher für eine weitere Liberalisierung denn für finanzmarktstabilitätsorientierte Reformen eintreten. Weiterlesen

Nachfrageseitige Ursachen der Expansion des Schattenbankensystems

Karl Beyer, 5. März 2015

PhotoKarlBeyerDie verstärkte Nachfrage nach sicheren Instrumenten des U.S.-Finanzsystems ab Ende der 1990er Jahre hatte ein strukturelles Defizit an sicheren U.S.-Schuldtiteln und kurzfristigen U.S.-Staatsanleihen (T-Bills) zur Folge. Dieser Nachfrageüberhang sollte als Konsequenz die rasante Expansion des Schattenbankensystems befördern. Zugleich spielt für dessen rasanten Aufstieg auch die verschärfte Polarisierung bei Einkommen und Vermögen in den Industriestaaten eine gewichtige Rolle.

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Die Risiken im Schatten des Systems

Karl Beyer und Lars Bräutigam, 10. März 2014

PhotoLarsBräutigamPhotoKarlBeyerMit der im Jahr 2007 einsetzenden Finanzkrise erlangten Schattenbanken erstmals traurige Berühmtheit. Der Ausbruch der Krise offenbarte einer breiteren Öffentlichkeit, dass sich über die letzten Jahrzehnte hinweg bankenähnliche Finanzinstitutionen und innovative Finanzprodukte „im Schatten“ des traditionellen Bankensystems als essentieller Bestandteil des globalen Finanzsystems etabliert hatten. Geringe bis fehlende Regulierungen und mangelhafte Aufsicht durch Behörden mündeten letztlich in gestiegener finanzieller Fragilität und der Anhäufung systemischer Risiken. Diese entluden sich schließlich in der Krise und bestehen aufgrund der bisher mangelnden Reformen nach wie vor im Finanzsystem fort.      Weiterlesen