Archiv des Autors: Hannes Schneller

Hannes Schneller

Über Hannes Schneller

Jurist, arbeitet in Wien als Arbeitsrechtsexperte der Arbeiterkammer Wien/Bundesarbeitskammer

Ständige Umstrukturierungen – bloßes Informationsrecht des Betriebsrats?

Hannes Schneller, 7. Oktober 2014

Schneller Portrait 2009Bei drohenden Umstrukturierungen – etwa Ausgliederungen, Fusionen, Betriebsreduktionen oder -verlagerungen, Rationalisierungen, Outsourcing, etc. – sind die Mitbestimmungsmöglichkeiten der betroffenen ArbeitnehmerInnen und ihrer Betriebsräte relativ schwach ausgeprägt. Die „Mitwirkung in wirtschaftlichen Angelegenheiten ist im Arbeitsverfassungsgesetz auf einige wenige Paragrafen beschränkt Weiterlesen

Entlassungen wegen Twittern oder Facebook-Postings: Is the Medium the Message?

Hannes Schneller, 7. Mai 2014

Schneller Portrait 2009Seit einigen Jahren häufen sich gerichtsanhängige Fälle rund um Kündigungen und (fristlose) Entlassungen aufgrund von Aktivitäten in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. Die Rechtsprechung ist noch recht uneinheitlich in Bezug auf Kommentare oder Statusmeldungen, die als Beleidigungen, Firmenrufschädigungen, Betriebsgeheimnisverrat oder „Vertrauensunwürdigkeit“ verstanden werden könnten. So kann etwa das Hinzufügen des Emoticons „zwinkerndes Smiley“ unter Umständen den Arbeitsplatz retten. Gesichert ist das aber nicht! Weiterlesen

Arbeiten 24/7 – wollen wir das wirklich?

Hannes Schneller, 3. Februar 2014

Schneller Portrait 2009Die Drogeriemarktkette „daily“ (vormals „Schlecker“) ist aufgrund ihrer Insolvenz bereits Geschichte. In Erinnerung bleiben jedoch Aussagen des Managements, dass man unter Inanspruchnahme eines gewerblichen „Nebenrechts“ an Sonn- und Feiertagen die Filialen offen halten wolle. Einige Barhocker oder Kaffeehaustische hätten laut Businessplan genügt, um als Gastronomiebetrieb auftreten zu können und das von nicht einmal 20% der Bevölkerung gewünschte Einkaufen außerhalb der Öffnungszeiten zu ermöglichen. Weiterlesen

Auch für Zeit-ArbeitnehmerInnen gilt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Hannes Schneller, 2. Mai 2013

Schneller Portrait 2009Als die schlimmste Phase der Wirtschaftskrise 2008/2009 (vorläufig) überstanden war, wurden mehrere repräsentative Umfragen unter personalverantwortlichen ManagerInnen durchgeführt. Wie würden sie offene Stellen in Zukunft besetzen? Durchgängige Antworten: Rund 25% der künftigen Jobs würden nur noch mit überlassenen Arbeitskräften und nicht mehr dauerhaft mit StammarbeitnehmerInnen besetzt werden. Leichteres hire&fire (kostenlose Beendigung der Arbeitsverhältnisse) sowie die Bilanzierung dieses Personals unter „Sachaufwand“ waren die Hauptargumente. Als „angenehmer Nebeneffekt“ wird aber oft auch eine geringere Entlohnung angestrebt. Weiterlesen