Archiv des Autors: Christa Schlager

Christa Schlager

Über Christa Schlager

Referentin für öffentliche Haushalte und Verteilung in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien; Redaktion der Zeitschrift "Kurswechsel".

OECD: Steigende Ungleichheit – warum eine Trendumkehr notwendig ist

Christa Schlager, 7. Juli 2015

christa schlagerIn den entwickelten Industriestaaten waren die ökonomischen Unterschiede in den letzten 30 Jahren nie höher als heute. Währenddessen vor einigen Jahren die Problematisierung von Ungleichheit als politische Agitation abgetan wurde, sind die inzwischen zahlreich publizierten Statistiken schwer zu widerlegen. Steigende Ungleichheit, eigentlich erschüttert eine derartige Nachricht nur mehr wenig. „Die Welt ist schlecht und ungerecht“ heißt es schon bei Heinrich Heine. Ja, aber: Ist es gut, sich an diesen Zustand zu „gewöhnen“? Keinesfalls, wie der neueste OECD Report in it together zeigt, denn solche sozialen Schieflagen sind selbst für die Ökonomie nachteilig, wird hier vorgerechnet. Weiterlesen

Die EU und das liebe Geld

Christa Schlager, 23. Februar 2015

christa schlagerEs gibt wenig, was in der Bevölkerung so hohe Wellen schlägt wie die Frage, wem das gemeinsame Budget der Europäischen Union zugutekommen soll. Der EU-Haushalt nimmt sich mit einer Höhe von einem Prozent des EU-weiten Bruttosozialprodukts bescheiden aus. Zum Vergleich: Die Staatsausgabenquote Österreichs lag 2013 bei rund 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In absoluten Zahlen ausgedrückt, ändert sich hingegen das Bild: Das EU-Budget belief sich im Jahr 2013 auf 150 Milliarden Euro und lag damit in etwa bei den Gesamtausgaben des österreichischen Staates. Für einzelne kleine, aber insbesondere ärmere EU-Mitgliedstaaten können Zahlungen der EU hingegen eine hohe Wirkung erzielen. Weiterlesen

Ein Einkommen, von dem man leben kann

Christa Schlager, 10. Februar 2015

christa schlagerFür einen überwiegenden Teil der erwerbstätigen Menschen ist ein Hauptmotiv, genug Geld zu verdienen um davon leben zu können. Nur wenige sind noch in Ausbildung oder erhalten andere Formen der Unterstützung. Der Einkommensbericht des Rechnungshofs geht in seiner aktuellen Ausgabe unter anderem der Frage nach, wie weit die A-Typisierung von Beschäftigungsverhältnissen in Österreich fortgeschritten ist, und welche Konsequenzen dies auf die Einkommen der Menschen hat. Weiterlesen

Aktuelle EU Politik verfehlt ihre eigentlichen Ziele

Christa Schlager, 31. Juli 2014

christa schlagerDer Bericht der Generaldirektion Beschäftigung und Soziales über die Entwicklung der Beschäftigung und der sozialen Situation in der EU legt die enormen sozialen Probleme, denen sie sich die neu gewählten europäischen Institutionen stellen müssen, schonungslos offen. Es gäbe Anzeichen, schreibt die Kommission, dass das eigentliche Ziel der EU, wonach alle Menschen in der EU von der Union profitieren, und sich deren Lebensbedingungen verbessern sollten, verfehlt wird. Weiterlesen

Geschlechtergerechtigkeit: Die einäugige Wirtschaftspolitik

Christa Schlager, 22. April 2014

christaskFrauen stellen über die Hälfte der Weltbevölkerung. Sie arbeiten mehr als Männer, haben  jedoch ein niedrigeres Einkommen und geringeres Vermögen. Ihr Beitrag zum Wohlstand ist untererfasst und unterschätzt. Diese Tatsachen wirken auch gesamtgesellschaftlich negativ insbesondere durch geringere Teilhabemöglichkeiten von Frauen. Trotzdem spielt dieses Thema in der Wirtschaftswissenschaft kaum eine Rolle. Ein „Engendern“ der Makroökonomie, daher die systematische Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Effekte in der Wirtschaftswissenschaft, würde nicht nur zu mehr Gleichheit führen, sondern hätte insgesamt einen positiv Effekt auf Wirtschaft und Gesellschaft. Von alleine wird dies allerdings nicht passieren. Weiterlesen

OECD: Sparkurs trifft die sozial Schwächsten

Christa Schlager, 15. April 2014

christaskDie einseitige Sparpolitik und die Maßnahmen zur Krisenbekämpfung  gingen am stärksten zu Lasten der Menschen niedrigen Einkommen. Dies stellt die OECD (Organisation für die wirtschaftliche Zusammenarbeit der entwickelten Industriestaaten) in zwei vielbeachteten Arbeiten zu den Auswirkungen der Krise fest. Damit wird der EU Krisenpolitik ein weiteres Mal ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Denn der rigide Sparkurs hat wesentlichen Anteil an der sozial schlechten Lage. Weiterlesen

Ungleichheit in der Krise

Christa Schlager, 17. Juli 2013

christaskDie soziale Ungleichheit in Europa wird mit dem Anhalten der Krise zunehmend heftiger diskutiert, denn ihre Folgen werden immer stärker sichtbar. Ohne gegensteuernde Maßnahmen wird die ohnehin große Kluft zwischen arm und reich weiter zunehmen und damit die Kontroversen und sozialen Spannungen. Damit befasst sich das Editorial der Wirtschaft und Gesellschaft 2/2013. Weiterlesen

WKÖ-Studien liefern Argumente pro Vermögenssteuer

Christa Schlager, 8. Juli 2013

christaskDie WKÖ hat in zwei beauftragten Studien (Institut für Höhere Studien; KMU Forschung Austria) untersuchen lassen, inwieweit Unternehmen von einer allgemeinen Vermögensteuer betroffen wären. Zunächst fällt auf, dass beide Studien von einer Besteuerung der Vermögenssubstanz der Unternehmen ausgehen. Alle aktuellen Vorschläge zur Vermögensbesteuerung betreffen allerdings das Privatvermögen der österreichischen Haushalte. Damit sind beide Studien Themenverfehlungen. Aber selbst mit ihren eigenen Auswertungen zeigen sie, dass die Argumente pro Vermögensbesteuerung richtig sind. Weiterlesen