Präsentismus: eine schlechte Investition

Für viele Arbeitnehmer/-innen ist es ganz normal, krank zur Arbeit zu gehen. Dabei sind die Folgen für Beschäftigte und Unternehmen dramatisch, wie der Arbeitsgesundheitsmonitor der Arbeiterkammer Oberösterreich zeigt. Neue Ansätze bei der Information und im Umgang mit Krankenständen sind nötig, um ein Umdenken zu erwirken.

Unterschätzte Vermögenskonzentration

Zu Jahresbeginn veröffentlichte die OeNB neue Daten zur Vermögensverteilung in Österreich. Besonders reiche Haushalte sind darin allerdings nur unzureichend erfasst, womit die tatsächliche Vermögenskonzentration noch größer ist als die in den Daten gemessene. Versucht man diese Untererfassung an der Spitze zu berücksichtigen, so ergibt sich für das reichste 1% der Haushalte ein Vermögen von 534 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 41% des Gesamtvermögens – und damit mehr als das 16-fache der ärmeren Hälfte der Bevölkerung.

Mobilitätspass im öffentlichen Verkehr

Wer sich Mobilität nicht leisten kann, ob den täglichen Weg in die Arbeit oder zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, ist in seinen sozialen Möglichkeiten stark eingeschränkt. Beispiele aus dem In- und Ausland zeigen, wie die Nutzung der öffentlichen Mobilitätsnetze für Menschen, die zunehmend ökonomisch und gesellschaftlich ausgegrenzt sind, mit einem Mobilitätspass gefördert werden kann.

CETA, TTIP & Co.: Standards sind keine Zölle

Zölle und unterschiedliche nationale Regulationsstandards erhöhen Handelskosten. Durch Zollsenkungen und Deregulierung werde der Handel erleichtert und nicht nur Wirtschaftswachstum, sondern auch Jobs würden geschaffen – so die Befürworter von CETA, TTIP & Co. Dabei unterscheidet sich die Wirkung von Zollsenkungen von der Reduktion nicht-tarifären Handelshemmnissen fundamental. Geht gesellschaftlicher Nutzen aus Regulierung verloren, werden neue Handelsabkommen zu einem … CETA, TTIP & Co.: Standards sind keine Zölle weiterlesen

Unterschätzung der Vermögensungleichheit durch Untererfassung der reichsten Haushalte

Die OeNB-Daten zur Vermögenssituation der österreichischen Haushalte haben das Problem der unzureichenden Erfassung besonders reicher Haushalte. Um dieses Defizit zu adressieren ist es notwendig die unterschätzten Umfragedaten mittels etablierter statistischer Verfahren zu korrigieren. Dabei zeigt sich, dass die die hohe Konzentration in der Vermögensverteilung in Österreich bisher unterschätzt wurde: So haben die Top 1% alleine bereits mehr als ein Drittel, das reichste Zwanzigstel der Haushalte besitzt mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens.