Werte zählen – Wie Big Data und die neuen digitalen Technologien uns verändern

Stefan Selke und Nina Tröger, 26. August 2016

Nina Tröger 100x100selke_stefanSelbstvermessung ist ein Trend: mittels Fitnessarmbändern, Smartwatches und Gesundheits-Apps analysieren sich viele Menschen auf freiwilliger Basis. Dies führt dazu, dass wir uns häufiger mit anderen vergleichen und versuchen, uns zu verbessern. Dies hat Auswirkungen auf den Menschen und verändert ihn, sowohl auf der psychischen als auch sozialen Ebene. Gleichzeitig verwerten die Unternehmen unsere Datenaufzeichnungen, die zu einer (wertvollen) Ware in der datengetriebenen Wirtschaft werden. Ethisch betrachtet, finden damit weitreichende Grenzverschiebungen statt. Diese Veränderungen in einer digitalisierten Welt werden vom Soziologen Stefan Selke das ‚Triptychon der Big Data Ära’ genannt: diese Daten können nämlich numerisch, ökonomisch und ethisch interpretiert werden.

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Aus Leid wird Freud: Wie kann zur Weiterbildung motiviert werden?

Iris Gugenberger, 25. August 2016

Iris1_2Sogenannte „weiterbildungsferne“ Personen haben kaum bzw. deutlich geringere Chancen, an beruflicher Weiterbildung teilzunehmen und folglich davon zu profitieren. Sie dürfen oder wollen nicht am Prozess des Lebenslangem Lernen teilnehmen. In diesem Beitrag soll beleuchtet werden, wer dieser Zielgruppe angehört und welche Möglichkeiten es gibt, diese Personen (besser) zu erreichen. Weiterlesen

Ein-Euro-Jobs heben die Beschäftigungschancen nicht

Mevlüt Kücükyasar, 24. August 2016

MevlütZuletzt waren im Juli 2016 knapp 400.000 Menschen in Österreich arbeitslos gemeldet. Nicht weil sie einen verlängerten Urlaub im Sommer machen oder gar „Geld fürs nichts tun erhalten wollen“, wie manche Politiker phantasieren. Vielmehr sind sie aufgrund des niedrigen Wirtschaftswachstums, der nicht ausreicht, um den anhaltend starken Zustrom auf dem Arbeitsmarkt zu bewältigen, ohne Arbeit. Die Pensionsreform, der starke Zuzug ausländischer Arbeitskräfte aus den EU-Ländern  sowie der Arbeitsmarktzugang von Asylberechtigten verschärfen die Situation weiters. Derzeit kursieren Vorschläge, wie die Einführung von Ein-Euro-Jobs, deren arbeitsmarktpolitische Auswirkungen hinterfragt werden müssen. Weiterlesen

Jugendarbeitslosigkeit als Folge oder Ursache psychischer Beeinträchtigungen?

Christina Koblbauer, 22. August 2016

Koblbauer neuJugendliche, die mit psychischen Problemen kämpfen, fallen häufig aus dem Arbeitsmarkt heraus. Umgekehrt nehmen durch Inaktivität und Frustration auch die psychischen Probleme zu – ein Teufelskreis, der bis jetzt wenig Beachtung gefunden hat. Eine aktuelle Studie der Universität Linz hat erstmals die Zusammenhänge für Österreich analysiert. Weiterlesen

Ist Reichtum schlecht für die Gesellschaft?

Julia Hofmann, 19. August 2016

Julia_Hofmann_100x100Dass der Reichtum in Österreich höchst ungleich verteilt ist und nur ganz wenige die Chance haben, reich zu werden bzw. zu bleiben, wird von vielen mittlerweile als belegt angesehen. Dazu haben zahlreiche Studien beigetragen, die in den letzten Jahren auf Basis der Daten des Household Finance and Consumption Surveys (HFCS) erstellt wurden. Weiterlesen

Neue Aufklärung für Fortschritt

Werner Muhm, 18. August 2016

Werner_MuhmDas Europäische Forum Alpbach widmet sich im heurigen Sommer der „Neuen Aufklärung“. Das ist erfreulich, denn mit Aufklärung verbinden wir wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt, die Vorherrschaft der Vernunft und der Demokratie. Die Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts hatte den Anspruch, mit rationalem Denken jene überkommenen Strukturen – wie etwa den mittelalterlichen Aberglauben – zu überwinden, die den Fortschritt behindern. Weiterlesen

Umfrage: Wer bestimmt den digitalen Wandel im Betrieb

Michael Heiling, Elisabeth Lugger, 17. August 2016

Heiling_100x100LuggerPotenzial positiv, Wirkung ambivalent, Mitbestimmung ausbaufähig. Der digitale Wandel im Betrieb aus der Sicht von BelegschaftsvertreterInnen. Weiterlesen

Umverteilung durch den Staat in Österreich – Wirkung und Perspektiven

Marc Pointecker und Birgit Wögerbauer, 16. August 2016

Umverteilung, Sozialstaat, SozialministeriumUmverteilung, Sozialstaat, Sozialministerium, ArbeitsmarktIm Auftrag des Sozialministeriums, der Österreichischen Nationalbank und des Bundeskanzleramts hat das WIFO die Umverteilungswirkung der staatlichen Aktivitäten in Österreich untersucht. Sie bietet die empirische Grundlage für wichtige Fragen: Wie wichtig sind Sozialleistungen für einkommensschwächere Haushalte? Wer zahlt wieviel an Steuern und Abgaben? Soll die Belastung auf Arbeit verringert und Vermögen(seinkommen) stärker herangezogen werden? Der folgende Beitrag diskutiert die wichtigsten Erkenntnisse der Umverteilungsstudie des WIFO und leitet Handlungsempfehlungen für die Politik ab. Weiterlesen

Wie sozial ist unsere Marktwirtschaft? Eine transatlantische Perspektive auf eine Politik sozialer Gerechtigkeit

Konstantin Wacker, 12. August 2016

Internationale Ökonomie, Handel, Verteilung, MarktwirtschaftUnser System der „sozialen Marktwirtschaft“ gilt als soziale Alternative zum US-Kapitalismus. Betrachtet man lediglich Markteinkommen, so trügt dieses Bild angesichts ähnlich ungleich verteilter Einkommen gehörig, wie dieser Beitrag zeigt. Erst in einem zweiten Schritt wird durch den Staat hierzulande deutlich mehr zu einkommensschwächeren Haushalten umverteilt. Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch und kann man in einer solchen Situation überhaupt von „sozialer Gerechtigkeit“ sprechen? Weiterlesen

Arbeitslosigkeit ist ein/kein Full-Time-Job

Ilse Leidl-Krapfenbauer, 10. August 2016

Ilse_Leidl-KrapfenbauerDa ist sie wieder – wie auch schon im letzten Sommer: die Debatte rund um die Leistung und die Moral von Arbeitsuchenden. Und die MindestsicherungsbezieherInnen. Sommerloch? Oder ist da etwas dran? Personen, die auf Arbeitsuche sind, sind nicht gleich und daher nicht in einem Topf zu werfen oder gar zu verurteilen. Die Situation und die Problemlagen der Menschen sind höchst unterschiedlich. Doch eines haben fast alle der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen gemein: sie hätten gerne einen guten Job von dem man leben kann. Weiterlesen